Die wichtigsten Argumente gegen kantonale Mindestlöhne

Trifft die Schwächsten:

Haushalte mit geringen Einkommen sind besonders von den negativen Auswirkungen eines staatlichen Mindestlohns betroffen. Zum Beispiel von den Preiserhöhungen für Dienstleistungen sowie vom Abbau von Arbeitsplätzen im Niedriglohnsegment. Initiative und Gegenvorschlag schaden also genau jenen, die eigentlich von den Mindestlöhnen profitieren sollten.

Verstärkt die Auswirkungen der Krise

Je schlechter die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, desto stärker sind die negativen Effekte eines Mindestlohns. Es gibt keinen schlechteren Zeitpunkt als jetzt, einen rekordhohen Mindestlohn einzuführen. Wir befinden uns in einer der grössten Wirtschaftskrisen der jüngeren Geschichte, welche uns noch lange begleiten wird. Wir müssen Arbeitsplätze schützen und nicht gefährden.

Schwächt die Berufsbildung:

Ein staatlicher Mindestlohn schadet der Berufsbildung. Wenn auch ein Ungelernter deutlich über 4000 Franken im Monat verdient, sinkt der Anreiz, eine Ausbildung zu machen. Ein gefährliches Signal, das gerade in Zeiten des Fachkräftemangels fatal wäre.

Schadet der Sozialpartnerschaft:

Realistische und branchenspezifisch finanzierbare Löhne werden im Schweizer Erfolgsmodell zwischen den Sozialpartnern ausgehandelt und nicht vom Staat bestimmt. Ein Mindestlohngesetz hebelt die Sozialpartnerschaft aus.

Verursacht hohe Mehrkosten:

In Branchen mit geringer Wertschöpfung würde die Mindestlohninitiative zu einer starken Kostensteigerung führen. Denn mit dem Anheben der tiefsten Löhne ist es ja nicht getan. Alle Löhne müssten erhöht werden, weil sonst das Lohngefüge nicht mehr fair wäre. Wer eine Ausbildung und Erfahrung hat, muss mehr verdienen als ein ungelernter Arbeitnehmender.

Ist eine Zwängerei:

2014 sagten 62 Prozent der Stimmbevölkerung in Basel-Stadt Nein zur nationalen Mindestlohninitiative. Das ist ein deutliches Zeichen gegen einen Mindestlohnzwang über alle Branchen.